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Was möchte ich wirklich 2026 mit Ines erreichen und warum? Das sind die Fragen, die mich gerade sehr umtreiben.
Warum möchte ich gerne mit Ines wieder Sex haben? War der Sex so gut? Ärgert mich Roland hier? Oder ärgert es mich, zurück gewiesen zu werden und ich den Grund nicht verstehe? Möchte ich eigentlich mehr als nur Sex? Möchte ich wieder mit Ines zusammen wohnen und wenn ja, warum?
Vielleicht lohnt es sich, die Fragen einzeln mal durch zu gehen:
Möchte ich mit Ines wieder zusammen leben in einem Haus?
Das ist eine wirklich schwierige Frage. Wir haben eigentlich sehr lange nicht zusammen gewohnt zu Beginn der Beziehung. Wir haben uns quasi über 5 Jahre immer wieder gedated und da was schon sehr klasse und hat uns viel Spaß gemacht. Ich hatte mich ja auch eigentlich ein wenig gestreubt, zusammen zu ziehen (und Ines glaube ich auch; aber sie hat sich von Björn beschnacken lassen). Das gemeinsame Wohnen war auch nicht schlecht, brachte aber auch erste Themen des Alltäglichen in die Beziehung, die wir lange nicht miteinander teilen mussten. Es kamen Themen, wie Wäsche wachen und Spühlmaschine auf. Trotzdem haben wir uns immer noch sehr gut verstanden und geliebt. Dann kamen die Kinder und mit den Kindern die Verantwortung. Eigentlich sagte Ines mir, sie wünsche sich Kinder mit mir und ich wäre der einzige Mann, mit dem sie sich das vorstellen kann. Nun waren die Kinder da und wir hatten viel mehr Stress insgesamt, als wir uns das hätten vorstellen können. Und mit dem Stress litt natürlich auch unsere Beziehung sehr stark. Seitdem Mia auf der Welt ist, hatten wir, bis auf Ende 2023 bis Mitte 2024 keinen Sex mehr. Nur ein Beispiel. Wir haben unserer Wertschätzung füreinander verloren. Wir funktionierten nur noch, um die Familie aufrecht zu erhalten. Ich hab mich deswegen immer mehr in den Keller zurück gezogen und Ines hat sich in eine Depression hinein gesteigert. Corona hat das ganze noch verschärft und 2023 hat sie mich dann auch noch mir Marc betrogen. Das fand ich wirklich nicht mehr fair. Wir haben viele Fehler gemacht und inzwischen hab ich vieles gelernt. Ines hat nie über ihre Probleme mit mir gesprochen, ich allerdings auch nicht mit ihr. Das ist etwas, was ich ihr damals vorgeworfen habe. Musste es soweit kommen und warum hat sie mir nicht viel früher gesagt, was sie an der Beziehung stört und was sie gerne ändern möchte? Heute weiß ich, dass sie es aufgrund ihrer Konventionen, Glaubenssätze, innere Kinder einfach nicht konnte. Das Kind in ihr ging davon aus, dass ich es schon merken würde und rechtzeitig einlenken und mich ändern würde. Leider konnte ich dieser impliziten Erwartungshaltung einfach nicht gerecht werden (was wiederum ein meinen Glaubenssätzen, inneren Kindern, mentalen Modellen, etc. lag). Deswegen kann ich ihr heute keinen Vorwurf mehr daraus machen und will das auch nicht. Inzwischen gewinnt der Satz, es sind immer zwei notwendig an eklatanter Bedeutung. Um die eingangs gestellte Frage zu beantworten, ob ich noch mit Ines in einem Haus wohnen möchte ... Ich denke aktuell nicht. Ich hab in ihrer Nähe häufig das Gefühl, ich muss sehr genau aufpassen, was ich wie sage oder mache, da sie sehr häufig dazu neigt, viel mehr in Aussagen und Handlungen zu interpretieren, als wirklich da ist. Sie ist dann sehr schnell genervt und ihr inneres Kind wird dann dadurch getriggert. Sie vergleicht sich implizit mit anderen Menschen und stellt sich dabei häufiger schlechter dar, als sie in meiner Wahrnehmung ist. Das verursacht im Zusammenleben mir ihr aktuell viel Stress und den kann ich nicht brauchen und auch die Kinder greifen diese Emotionen auf und spiegeln sie entsprechend. Deswegen denke ich, dass es aktuell besser ist, wenn wir getrennt wohnen bleiben.
Möchte ich mit Ines weiter befreundet sein?
Ja, zum einen natürlich ganz pragmatisch, da sie die Mutter unserer Kinder ist und wir diese gemeinsam auf die Zukunft vorbereiten wollen, können und müssen. Da sie aktuell an Depressionen leidet, nehme ich die Kinder die meiste Zeit zu mir und Ines passt an den meisten Wochenenden auf sie auf (von Freitag Nachmittag bis Sonntag Nachmittag und ich habe den Samstag dann oft frei). Eigentlich hat sie deswegen in der Woche wirklich viel Zeit, was ihr aber nicht so vorkommt, da sie sich noch um ihr Pferd und ihren Hund kümmern muss. Auch versucht sie, mit Cantenica weiter voran zu kommen, aber ich hab das Gefühl, dass die Depression sie da sehr stark einschränkt und sie es sehr schwer haben wird, sich mit Cantenica ein Standbein aufzubauen. Selbstständigkeit kostet gemeinhin viel Kraft und die traue ich Ines gerade nicht zu, obwohl ich ihr es sehr gönnen würde, wenn sie es schafft und ich versuche auch, sie nach meinen Möglichkeiten zu unterstützen. Deswegen ist sie häufig auch genervt und gestresst und das ist dann für mich eher schwierig. Ich merke, dass ich davon auch getriggert werde und ich es als ungerecht empfinde, da ich die Kinder in der Woche habe, einen 40 Std. Job durchziehe und natürlich noch Haushalt, kochen, etc. durchziehe. Ich mach das gerne und ich liebe meine Kinder, aber mein inneres Kind wird dann getriggert, wenn ich höre, dass Ines ja so gut wie keine Zeit hat und häufig klingt es für mich so, als wenn ich dafür verantwortlich wäre und das empfinde ich irgendwie als ungerecht. Aber: Ich bin sehr gerne mit Ines zusammen, wenn wir in einer entspannten Atmosphäre zusammen Zeit verbringen und es uns gut gehen lassen. In diesen Momenten ist Ines manchmal so, wie früher. Sie wirkt dann ausgelassen, wir unterhalten uns super und manchmal kuscheln wir dann auch zusammen. Diese Momente sind dann wieder sehr schön und zeigen mir, warum ich eigentlich mit ihr zusammen gekommen bin.
Aktuelle Situation
Ich merke, ich möchte Ines immer noch gefallen und tue ihr auch noch viele Gefallen in der Hoffnung, ja auf was eigentlich? Das sie mich wieder liebt? Das sie wieder mit mir ins Bett geht? Ich weiß es nicht. Manchmal frage ich mich auch, warum sie nicht Roland fragt, ob er nicht auf den Hund aufpassen kann oder ihr sonst helfen kann? Schließlich vögeln sie zusammen, da könnte er auch schon ein wenig helfen. Aktuell möchte Ines keinen Sex mit mir, aber helfen darf, kann, soll ich ihr dann schon. Auch das triggert ein wenig mein inneres Kind. Es ist wieder dieses Gefühl von Ungerechtigkeit, welches mich da beschleicht. Roland tut nichts und bekommt alles und ich rackere mich ab und bekomme mit Glück ein Dankeschön und einen warmen Händedruck. Deswegen fühle ich mich von ihr ausgenutzt.