From b5ed0c34d0a2ecc7ffb92b66f4045a82ece6e778 Mon Sep 17 00:00:00 2001 From: Thomas Sindt Date: Thu, 18 Jun 2026 23:17:13 +0200 Subject: [PATCH] Checkin --- .../01_DasLebenIstSchoen/DasLebenIstSchoenV2.md | 18 +++++++++++++++--- 1 file changed, 15 insertions(+), 3 deletions(-) diff --git a/02_Bücher/01_DasLebenIstSchoen/DasLebenIstSchoenV2.md b/02_Bücher/01_DasLebenIstSchoen/DasLebenIstSchoenV2.md index 3e0e69a..b1eff4f 100644 --- a/02_Bücher/01_DasLebenIstSchoen/DasLebenIstSchoenV2.md +++ b/02_Bücher/01_DasLebenIstSchoen/DasLebenIstSchoenV2.md @@ -36,11 +36,12 @@ Ja, die bereit erwähnte Liste der Bücher habe ich hinten mit dran gehängt. Vi **Pink has turned to blue** (Hüsker Dü) Ja natürlich, sonst würde ich das nicht schreiben und Ihr das nicht lesen. Also sind wir unzufrieden mit unserer Beziehung oder unseren Beziehungen. + Vielleicht seit geht Ihr Euch auf die Nerven, oder einer von Euch zieht sich zurück und im Zweifel klammert der andere. Ihr redet vielleicht nicht mehr miteinander oder schreit Euch nur noch an. Und wenn Ihr schon mal normal miteinander redet, dann ist es meist nur noch was organisatorisches. Ihr habt viel Stress im Alltag, nicht zwingend miteinander, aber vielleicht wegen Job und/oder Kindern. Ihr fühlt Euch übervorteilt oder ausgenutzt. Ihr setzt keine Grenzen und fühlt vielleicht auch nichts mehr. Ihr fühlt Euch nicht wertgeschätzt und der achtsame Umgang ist zwischen Euch vielleicht auch nicht zu erkennen. Eure Erwartungen und Bedürfnisse werden nicht mehr gefüllt. Vielleicht ist auch schon der ein oder andere Fremdgegangen. Kann alles passieren. Dabei war doch alles am Anfang so toll und ihr konntet stundenlang reden und zusammen sein und der Himmel war rosa. Wo ist die Begeisterung füreinander hin? -Naja, da kommen einige Dinge zusammen im Laufe der Zeit, in der wir zusammen sind. Die erste Phase ist die rosarote Brille, die wir alle kennen. Wir wollen nur Zeit mit dem anderen verbringen und die Schrullen sind uns total sympatisch. Eine gewisse Zeit geht das gut und dann kommt immer mehr der alltägliche Stress oder vielleicht auch nur der Alltag in die Beziehung und wir merken gar nicht, dass das Gefühl der Verliebtheit mit der Zeit verschwindet. An diesem Punkt gibt es nun verschiedene Möglichkeiten. Zum einen können wir, wenn wir denn entsprechend vorbereitet sind, diese Phase in eine tolle Liebesbeziehung münden lassen oder sie geht in die Brüche. Und das unterschiedlich schnell. Da wir häufig nicht darauf vorbereitet sind, zumindest hat es bei mir ein wenig mit der Erkenntnis gedauert, scheitern diese Beziehungen leider nach der Verliebtheitsphase. +Na ja, da kommen einige Dinge zusammen im Laufe der Zeit, in der wir zusammen sind. Die erste Phase ist die rosarote Brille, die wir alle kennen. Wir wollen nur Zeit mit dem anderen verbringen und die Schrullen sind uns total sympathisch. Eine gewisse Zeit geht das gut und dann kommt immer mehr der alltägliche Stress oder vielleicht auch nur der Alltag in die Beziehung und wir merken gar nicht, dass das Gefühl der Verliebtheit mit der Zeit verschwindet. An diesem Punkt gibt es nun verschiedene Möglichkeiten. Zum einen können wir, wenn wir denn entsprechend vorbereitet sind, diese Phase in eine tolle Liebesbeziehung münden lassen oder sie geht in die Brüche. Und das unterschiedlich schnell. Da wir häufig nicht darauf vorbereitet sind, zumindest hat es bei mir ein wenig mit der Erkenntnis gedauert, scheitern diese Beziehungen leider nach der Verliebtheitsphase. Das liegt aber in der Regel nicht an dem anderen, sondern hauptsächlich auch an uns selbst (bzw. der/die Andere kann natürlich ähnliche Probleme haben und beide können daran arbeiten.). Das ist keine Schuld, sondern einfach oft ein unbewusster Zustand. Vielfach passiert es aus Gründen, dass der/die Partnerin nicht mehr immer unsere Bedürfnisse erfüllt und auch wir bringen nicht mehr so häufig die Kraft auf, die Bedürfnisse des anderen zu erfüllen. Wir fühlen uns dann vielleicht nicht mehr geliebt, was natürlich so nicht stimmt, aber wer kann schon gegen Gefühle reden? Im Hintergrund ist es aber oft so, dass wir nicht genug Selbstliebe und Selbstachtung mitbringen. Das war wahrscheinlich schon vor der Beziehung so und nach der Verliebtheitsphase wird es uns unbewusst wieder bewusst und wir tappen in die gleichen Fallen und Mustern, wie wir sie eigentlich schon aus den vorherigen Beziehungen kennen sollten. Wenn wir es also schaffen, genug Selbstliebe nach der Verliebtheitsphase zu haben, dann können wir die andere Person in unsere Liebe rein lassen und werden nicht von ihr abhängig. Haben wir zu wenig Selbstliebe, dann wollen wir wahrscheinlich fliehen oder klammern. Die meisten mir bekannten Beziehungsprobleme resultieren nun genau daraus. @@ -50,7 +51,7 @@ Nichts oder Alles! Kommt drauf an, wie Du das siehst. Im Prinzip sind wir so OK, Stress ist auch ein ganz wichtiger Faktor in dieser Gleichung. Als Paar kommt es mit der Zeit immer dazu, dass sich Stress einschleicht. Dieser sog. externe Stress kann z.B. durch den Job kommen, durch Kinder oder auch durch Pflege oder andere Ereignisse im Leben. Dieser Stress klaut einem aber die Kraft, die wir sonst in die Erfüllung der Bedürfnisse gesteckt haben. So kann es passieren, dass aus diesem externen Stress schleichend auch interner Stress wird. Wir fühlen uns dann vielleicht nicht mehr so geliebt und/oder sind genervt von den Anderen weil diese Person nicht mehr so unsere Bedürfnisse erfüllt, wie vorher und wir das aber auch nicht mehr so tun, wie am Anfang. -Wir werden uns ja später noch mit den Phasen der Liebe beschäftigen, aber soviel schon mal vorweg. Die Verliebtheitsphase zu Beginn einer Beziehung ist eigentlich eine Sucht (Forschende haben herausgefunden, dass Verliebtheit wie Kokain wirkt im Gehirn; ob das jetzt für Kokain spricht, weiss ich nicht). Wenn diese Phase sich dem Ende nähert, z.B weil immer mehr externer Stress in eine Beziehung eindringt, dann wirkt das ein wenig, wie Entzug und Entzug ist eigentlich Stress pur. Viele Beziehungen scheitern dann auch genau an diesem Punkt. Und manche springen deswegen von einer Verliebtheit in die nächste, um, frei heraus gesagt, den Pegel zu halten und eben nicht in den Entzug zu kommen. Viele Paar-Börsen verdienen mit diesem Entzug viel Geld. +Wir werden uns ja später noch mit den Phasen der Liebe beschäftigen, aber soviel schon mal vorweg. Die Verliebtheitsphase zu Beginn einer Beziehung ist eigentlich eine Sucht (Forschende haben herausgefunden, dass Verliebtheit wie Kokain wirkt im Gehirn; ob das jetzt für Kokain spricht, weiß ich nicht). Wenn diese Phase sich dem Ende nähert, z.B weil immer mehr externer Stress in eine Beziehung eindringt, dann wirkt das ein wenig, wie Entzug und Entzug ist eigentlich Stress pur. Viele Beziehungen scheitern dann auch genau an diesem Punkt. Und manche springen deswegen von einer Verliebtheit in die nächste, um, frei heraus gesagt, den Pegel zu halten und eben nicht in den Entzug zu kommen. Viele Paar-Börsen verdienen mit diesem Entzug viel Geld. Wenn wir es aber schaffen, die Beziehung auch nach dem Entzug noch aufrecht zu erhalten, haben wir die Chance, eine wunderbare Liebesbeziehung einzugehen und aufzubauen. Warum aber fällt es und so schwer? Weil wir, und das ist meine Hypothese, vielfach über zu wenig Selbstliebe verfügen. @@ -59,7 +60,7 @@ Wenn wir uns frisch verlieben ist es aus biologischen Gründen nicht ausschlagge Wenn diese nicht erfüllt werden vom jeweils anderen kann es dann auch passieren, dass wir uns weniger wertgeschätzt und geachtet fühlen. Je nach meiner Persönlichkeit kann auch das die Selbstliebe reduzieren, bzw. den Mangel an Selbstliebe aufzeigen. Wie bei einem Entzug merken wir dann, dass uns was fehlt und das wollen wir wieder kompensieren. Unserer Beziehung tut das nicht gut und ggf. reagiert unser Gegenüber ebenso. Natürlich ist das hier jetzt sehr vereinfacht dargestellt und diese Prozesse verlaufen meist sehr schleichend und sind meist noch flankiert von Kommunikationsproblemen aller Art. Wir merken es häufig gar nicht mal rechtzeitig. -In der Quintessens kann ich aber sagen, wenn wir nicht über ausreichend Selbstliebe verfügen, können wir auch anderen Menschen gegenüber keine Liebe empfinden und Geben. Damit ist ausdrücklich NICHT die Verliebtheit gemeint. Ich kann mich auch ohne ausreichend Selbstliebe in andere verlieben. Ich kann aber diese Liebe schwer aufrecht erhalten, wenn diese Phase zuende ist. Für eine gute und lang angelegte Liebesbeziehung brauche ich zuerst einmal viel Selbstliebe. Ich habe mal gelesen, dass Liebe nicht weniger wird, wenn ich sie teile, aber ich muss wenigstens über welche verfügen, die ich teilen kann. Wenn ich dieses Thema nicht angehe scheitern höchstwahrscheinlich alle Beziehungen nach der Verliebtheitsphase. Aber auch später kann es sein, dass ich meine Selbstliebe verliere oder sie weniger wird. Auch dann ist meine Beziehung ggf. in Gefahr. +In der Quintessens kann ich aber sagen, wenn wir nicht über ausreichend Selbstliebe verfügen, können wir auch anderen Menschen gegenüber keine Liebe empfinden und Geben. Damit ist ausdrücklich NICHT die Verliebtheit gemeint. Ich kann mich auch ohne ausreichend Selbstliebe in andere verlieben. Ich kann aber diese Liebe schwer aufrecht erhalten, wenn diese Phase zu Ende ist. Für eine gute und lang angelegte Liebesbeziehung brauche ich zuerst einmal viel Selbstliebe. Ich habe mal gelesen, dass Liebe nicht weniger wird, wenn ich sie teile, aber ich muss wenigstens über welche verfügen, die ich teilen kann. Wenn ich dieses Thema nicht angehe scheitern höchstwahrscheinlich alle Beziehungen nach der Verliebtheitsphase. Aber auch später kann es sein, dass ich meine Selbstliebe verliere oder sie weniger wird. Auch dann ist meine Beziehung ggf. in Gefahr. Aber warum habe ich zu wenig Selbstliebe? Woran kann das liegen? @@ -73,5 +74,16 @@ Aber warum habe ich zu wenig Selbstliebe? Woran kann das liegen? ## Was können wir tun, wenn es schief läuft? +## Aber brauche ich das überhaupt? +Warum möchte ich denn unbedingt in Beziehung leben? Warum reicht es mir nicht, von einer Verliebtheitsphase einfach in die nächste zu gehen. Quasi von einem Rausch in den Nächsten. Ich hätte ein schönes, unbeschwertes Leben und müsste mir über viele Punkte, die ich hier vorher alle aufgeschrieben habe, keine Gedanken machen. Warum mache ich mir diesen Stress und die Arbeit an einer Beziehung, wenn ich von sequentiell oder auch gerne parallel immer wieder verliebt sein kann. + +Ich weiß es nicht genau aber vielleicht, und das ist erst mal meine persönliche Meinung, ist es wichtig mit anderen Menschen in Beziehung zu stehen, von dehnen ich gerne gesehen werden möchte, wertgeschätzt werden möchte. Aber auch ich möchte diese Menschen wertschätzen und sehen. Ich glaube, die Grenzen zwischen Freundschaft und Liebe liegen dicht bei einander. Beides sind Beziehungen. Beides sind Entscheidungen füreinander. In Liebe und in Freundschaft sind die Menschen füreinander da. An Freundschaft und an Liebesbeziehung muss ich arbeiten, damit sie überdauern. Wenn mir eine Person wichtig ist, sei es aus Freundschaft oder Liebe, dann arbeite ich an dieser Beziehung. Wenn sie mir nicht wichtig ist, dann lass ich es. + +Es bedeutet nicht, dass ich mit Menschen, die ich liebe, zusammen wohnen muss oder dass aus jeder WG Liebesbeziehungen entstehen (können aber ... hab ich schon erlebt). Es bedeutet auch nicht zwingend, dass wir nur eine Person lieben dürfen, obwohl wir alle so sozialisiert wurden. + +Liebe und Freundschaft ist auch eine Chance, mich selber weiter zu entwickeln. Wenn ich "nur" von einer Beziehung in die nächste gehe, sobald die Verliebtheit vorbei ist, dann nehme ich mir die Chance, z.B. meine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Ich brauche mir dann die Mühe nicht machen. Ob ich dann am Ende zufriedener bin oder nicht, mag ich nicht zu beurteilen. + + + ## Bücher