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author:
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- Ines Sindt
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- Thomas Sindt
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date: 2025-10-26
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title: How I met your Mother
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subtitle: Die Ines und Thomas Story
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# How I met your mother
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## Die Story von Thomas
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### Vorher
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Es gab tatsächlich mal eine Zeit, bevor ich Eure Mutter Ines kennen gelernt hatte.
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Ganz vorne fange ich jetzt nicht an, also auch ich wurde geboren, ging zu Schule, machte eine Ausbildung, ging studieren und war gerade mitten am Schreiben meiner Doktorarbeit, als meine damalige Freundin mich betrogen hat. Und das war echt nicht nett. Ehrlich gesagt fand ich das damals richtig mies und ich war wirklich für eine kurze Zeit sehr eifersüchtig. Sie lid schon lange an Depression, aber als wir uns kennen gelernt hatten, hatte sie eine tolle Hochphase. Wir haben uns echt geliebt und es war eine total schöne Zeit, aber mit den Jahren wurde ihre Depression immer schlimmer und ich habe ihr einen Platz bei einer Kur verschafft, was, wie ihr sicher wisst, auch nicht leicht ist. Und wie es sich für eine richtige Kur gehörte, hatte sie sehr schnell einen Kurschatten kennen gelernt. Ich hab mich damals echt verarscht gefühlt. Ich organisiere das alles und sie hat nichts besseres zu tun, als mich dann mit jemand anderen zu betrügen. Zumindest war das damals meine Meinung. Heute bewerte ich das etwas differenzierter, aber das ist ein anderes Buch. Auf jeden Fall war ich dann sehr sauer auf sie und hatte so richtig die Nase voll von Frauen und Beziehungen.
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Hier vielleicht noch eine kurze Zwischenbemerkung: Ich Ende 1999 mit meinem Diplom fertig und bin zum Arbeiten erst mal mit meinem Kumpel Norman nach Hamburg gegangen. In der ersten Zeit bin ich von Bremen aus gependelt, bis ich in Hamburg eine Wohnung gefunden hatte. In der Zeit pendelte auch Ines und ich bin mir auch sicher, dass ich sie am Bahnsteig gesehen habe, aber wir haben da nie miteinander gesprochen. Es waren in der Regel auch immer die selben Leute, die dort morgens auf den Zug gewartet haben. Und ich war zu diesem Zeitpunkt noch mit einer anderen Freundin zusammen. Sie hat es mir später in der Tat mal bestätigt, dass wir uns eigentlich schon da das erste Mal gesehen haben.
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Ich richtete mir dann Anfang 2006 mein Leben neu ein. Hab mich in meinem Haus ganz wohl gefühlt, obwohl es zwischen Gitarren und Büchern doch eher wie eine Studentenbude aussah, was es bei genauerer Betrachtung ja auch war. Mit neuer Band und einigen Auftritten, wie auch beruflich und auch sonst ging es mir in Walle auch ohne Beziehung sehr gut und eigentlich hatte ich nicht so schnell vor, diesen Zustand zu ändern ...
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*Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt*[^1]. Zu dieser Zeit begab es sich, dass mein Freund Michael aus Osnabrück massiv Stress hatte und er, nachdem sich seine Freundin damals ganz unschön von ihm getrennt hatte, mich fragte, ob er mich mal in Bremen besuchen könnte. Er müsste mal raus.
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### Samstag der 15.07.2006
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Gesagt, getan. Michael kam am zu mir zu Besuch und wir haben es uns mit viel Bier und Pizza gut gehen lassen, haben Musik gemacht und sind dann rüber in meine Stammkneipe, dem Hart Backbord, welches an diesem Abend ihr 25 jähriges Jubiläum mit viel Freibier gefeiert hat. Dort haben wir noch einige Kumpels getroffen und gefeiert. Allerdings dachte ich so bei mir, wenn Michael extra aus Osnabrück nach Bremen fährt, dann sollten wir doch mehr machen als einfach nur in der Kneipe zu sitzen. Da Michael eher Rockmusik mag, haben wir beschlossen, ins Shagal zu gehen. Eine Disco in Bahnhofsnähe. Dort wurde an diesem Abend auch sehr harte Musik gespielt und wir hatten da viel Spaß …
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### Shagal
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Im Shagal haben wir dann natürlich noch weiter getrunken und wir wurden dann auch immer ausgelassener und feierten recht ordentlich. Mitten in der Nacht wurde dann ein doch recht hartes Lied gespielt, an dessen Titel und Interpret ich mich leider nicht mehr erinnern kann. Aber bei diesem Lied war ich auf der Tanzfläche und es war recht hart. Ich wr gut drauf und es wurde wild gesprungen und dabei hab ich wohl nicht so recht aufgepasst, was um mich rum so passiert. Ich hab dann zu einem neuen Sprung angesetzt und dabei übersehen, dass gerade jemand über mir war und so kam es, wie es kommen musste und ich sprang dieser Person mit meiner Schulter direkt gegen den Unterkiefer. Die junge Dame hielt sich den Mund und war auch echt irgendwie sauer und verließ schnell die Tanzfläche. Ich selber hatte dann auch ein schlechtes Gewissen bekommen und fing an nach ihr zu suchen um zu schauen, ob alles in Ordnung ist.
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Ich hab sie dann tatsächlich schnell gefunden und gefragt, ob alles OK ist. Sie war schon recht sauer. Als sie dann fragte, ob mein Haar wirklich blond sei, war ich überzeugt, dass alles gut war. Sie gefiel mir auch sofort und ich hatte bei ihr ein unbestimmtes gutes Gefühl.
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So kamen wir damals ins Gespräch und sie stellte sich als Ines vor. Ein wichtiger Moment war dann, als sie von de Bremer Aufbaubank sprach und ich punkten konnte indem ich sagte, dass ich die Bank tatsächlich kenne[^2]. Wobei *kennen* eher wage war. Ich kannte sie ganz grob, weil ich in der Uni unter anderem Anträge für Projektfinanzierungen geschrieben hatte und die Bremer Aufbaubank auch Fördergelder bereit stellte (ok, langweiliges Thema, also zurück ins Shagal).
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Wir haben uns dann den ganzen Abend super unterhalten und Michael hab ich dann schon fast vergessen. Zum Glück war ich so schlau und hab ihr meine Uni- Visitenkarte gegeben. Schweren Herzen musste ich dann wieder los. Um fünf sind Michael und ich dann nach Hause und um Neun stand ich wieder im Proberaum, weil ich mit der Band verabredet war, den Sonntag aufzunehmen und da ich neben meinem Job als Gitarrist auch für die Produktion verantwortlich war, musste ich noch ein wenig früher da sein, um alles aufzubauen und einzurichten. Michael ist dann tatsächlich mit dem Auto zurück nach Osnabrück gefahren und ich hatte ein wenig ein schlechtes Gewissen. Zum einen, weil eher doch eher mit zu viel Alkohol im Blut Auto gefahren ist und zum anderen, weil ich den Abend in der Disco mich fast nur mit Ines unterhalten habe und ihn dabei fast vergessen. Ich meine, was ist das für eine Aktion. Mein Freund kommt extra aus Osnabrück nach Bremen um sich von seiner Trennung abzulenken und ich hab nichts besseres zu tun, als zu flirten …
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### Strandbar
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Sonntag hab ich dann den ganzen tag noch drauf gewartet, was von ihr zu hören aber es kam nix. Naja, ich war noch nie der Geduldigste. Aber es geschehen noch Zeichen und Wunder und so geschah es auch bei uns, dass wir uns gleich zu Beginn der Woche Mails geschrieben haben und ich war so frech[^3], zu fragen, ob wir uns mal verabreden wollen und tatsächlich war Ines nicht abgeneigt. So haben wir uns dann für den Mittwoch verabredet und uns nach der Arbeit auf dem Marktplatz in Bremen getroffen. Gemeinsam sind wir dann zur Strandbar an der Stefaniebrücke runter gegangen und haben uns dort in den Sand gesetzt, welcher extra dort für die Bar aufgefahren wurde. Leider gab es die Strandbar nur das eine Jahr dort an der Stefaniebrücke, aber ich schweife ab…
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Wir unterhielten uns den ganzen Abend lang sehr angeregt und sie wurde mir auch immer sympathischer. Leider hat sie mir dann erzählt, dass sie im Schnoor mit ihrem Freund zusammen wohnt[^4]. Da war ich dann doch ein wenig enttäuscht, wobei ich ja auch eigentlich gar keine neue Beziehung wollte, nachdem die letzte so blöd endete. Aber wie das Schicksal zu spielt wurden wir beide uns immer sympatischer und ich hab mich so richtig wohl mit ihr gefühlt. Es wurde immer später, kälter und dunkler und so kam es, dass wir uns dann Arm in Arm wiedergefunden haben. Dann haben wir uns endlich nach anfänglichen Zögern geküsst und das war super. Ich war von da an, wie auf Wolke sieben. Das haben wir dann die ganze Nacht so weiter gemacht und ich hatte ein total tolles Verliebtheitsgefühl und war super glücklich[^5]. Irgendwann hab ich sie dann nach Hause gebracht und wir haben uns mit einem Kuss verabschiedet. Ich saß dann noch bei mir zuhause im Hof und hab noch ein Bier getrunken. An Schlafen war nicht zu denken und der nächste Tag auf der Arbeit war auch nicht so sonderlich produktiv, aber ich war sehr glücklich…
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### Das Viertel
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Nach der Strandbar haben wir uns erst mal fast zwei Wochen nicht mehr gesehen. Das Wochenende drauf war ich mit der Volleyball-Mannschaft in Dangast auf einem Tunier, was aber wegen schlecht Wetter fast ausgefallen wäre.
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Ich hatte dann tasächlich eine Zeitlang geglaubt, ich hätte das nur geträumt. So toll kam mir das vor und gleichzeitig hatte ich eine latente Angst, dass das alles gar nicht wahr wäre oder Ines sich dann doch noch anders entscheiden würde. Aber dann haben wir uns doch wieder getroffen und alles war super. Wir waren echt total ineinander verliebt.
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Etwas später ist Ines dann noch aus dem Schnoor ausgezogen. Sie hatte dann eine kleine Wohnung im Schnoor zur Untermiete. An ein paar Dinge kann ich mich dann auch noch erinnern. Wir haben da gekocht und im Radio lief *Gefühlsecht* und eine Frau sollte schätzen, wie lang der Schwanz von Long John Silver, einem Pornodarsteller ist. Sie sagen 1,40m!
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Eines Abends sind wir im Shagal verabredet gewesen und haben uns vorher noch geliebt in dieser Wohnung. Als wir dann da ankamen waren auch ein paar Freunde/Kollegeg:innen von Ines da. Die waren allerdings schon so betrunken, dass sie der deutschen Sprache schon icht mehr so mächtig waren.
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Wir haben uns auch in meinem Haus in Walle getroffen und ich erinnere mich noch an einen Abend, wo sie mich besuchen kam und ich noch in das Hart Backbord zum Stammtisch mit meinen Freunden wollte. Ihr erinnert Euch sicher noch vom Anfang der Geschichte. Ich hab mich dort jede Woche mit meinen Freunden aus dem Studium getroffen. Später kamen dann auch noch mehr Leute dazu. Naja, Ines hatte vor diesem Laden irgendwie eine heiden Angst. Sie dachte, da gehen nur Punks hin oder andere obskure Personen und sie wollte so gar nicht in diesen Laden rein. Aber ich konnte sie dann doch überreden und wir sind rein. Sofort hat sie einen guten Freund Ivel getroffen und dann später noch andere Menschen, die sie kannte und danach war das Eis gebrochen und wir sollten noch sehr oft ins Hart Backbord gehen[^6].
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Danach ist sie zu Untermiete in eine andere Wohnung im Viertel gezogen. Da haben wir uns dann auch häufiger getroffen. Es war eine echt sehr tolle Zeit. Ein paar sehr schöne, aber nicht jugendfreie Erinnerungen hab ich schon an diese Zeit.
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An viele Details erinnere ich mich leider nicht mehr so genau aber es gibt mir ein schönes Gefühl, wenn ich dann darüber nachdenke.
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### Ihre eigene Wohnung
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Nach einiger Zeit wurde ihre Wohnung an der Contrescarpe frei. Das muss so Anfang 2007 gewesen sein. Sie hatte diese Wohnung mit ihrem Exfreund Christian vor Jahren zusammen gekauft, erst selbst darin gewohnt und sie dann, als sie ins Schnoor gezogen sind, vermietet haben.
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Nachdem
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### Rügen
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Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube, das war unser erster gemeinsammer Urlaub zusammen. Ich war ein wenig skeptisch ob das gut geht, hatte aber dann doch viel Spaß gemacht. Ich glaube, wi waren in Sassnitz und danach noch ein paar Übernachtungen in Stralsund.
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In Sassnitz hat es fast die ganze Zeit geregnet, wir haben uns aber trotzdem alles Mögliche angeschaut. Unser erster Urlaub war ein schönes Erlebnis.
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### Schwerin
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In Schwerin waren wir eher zufällig, Eigentlich wollten wir ganz woanders hin und hatten uns vorher im Internet informiert. Mit dieses Infos sind wir dann nach Bremen zum Bahnhof in das Bahn-Reisebüro und wollten genau diese Reise buchen. Wir mussten allerdings feststellen, dass die Bahn im Internet und im Reisebüro zwei unterschiedliche Firmen waren und unser Angebot leider nicht verfügbar war. Deswegen hatten wir dann, weil wir schon mit Koffern am Bahnhof standen einfach das nächstbeste Angebot gebucht und das ging nach Schwerin.
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### Island
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Island war eine tolle Idee von Ines. Neben der tollen Insel mit all den Sehenswürdigkeiten, Gletschern, Vulkanen, etc.
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Ich kann mich noch gut an die Horde Schotten erinnern, die vom Shuttle-Bus nicht ins Hotel gebracht werden wollten, sondern direkt in die nächste Kneipe. Wir haben uns eh gefragt, was die Schotten da alle auf Island gemacht haben. Es stellte sich raus, dass in der Zeit, in der wird da waren Schottland gegen Island gespielt hat (Fussball; EM-Qualifikation). Wir haben uns da auch das Stadion angeschaut. Es gab da eine Holztribühne und es pasten ca. 9.000 Leute in das Stadion. War schon lustig.
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### Der erste Kinderwunsch
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Es war, wenn ich mich so richtig erinnere 2008/2009 als wir gemeinsam beschlossen haben, Eltern zu werden. Eigentlich wollte Ines nie Kinder, aber sie meinte, mit mir könne sie es sich gut vorstellen Mutter zu werden.
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Tatsächlich hat es dann auch sehr schnell geklappt und Ines wurde dann schwanger. Wir haben uns beide riesig gefreut und ich bin mit Ines zum ersten mal mit zum Frauenarzt zur einer der ersten Untersuchungen. Leider hat das Kind da schon keine Herztöne mehr von sich gegeben. Es war ein total verstörend und hat mit (und natürlich auch Ines) stark mitgenommen. Ich hab mich sehr auf den Termin gefreut und bin total traurig mit Ines dann nach hause. Wir haben uns dann noch zwei Wochen gegeben und haben fest daran geglaubt, dass das Kind noch einen Herzschlag bekommen würde, hat es aber leider nicht.
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Anschließend musste der Embryo dann medizinisch entfernt werden. Dazu musste Ines ins Krankenhaus und ich konnte nicht mitkommen. Ich hab Ines da im Stich gelassen. So eine Situation ist sehr schwer zu verarbeiten. Das hat uns beide ganz schön mitgenommen und wir haben länger darüber nachgedacht. Aber wir sind dann zu dem Schluss gekommen, dass wir es doch weiter versuchen wollen. In der Stadt sind uns dann immer die Frauen mit Kinderwagen aufgefallen, die plötzlich überall waren und uns dann leider auch immer daran erinnerten, dass es bei uns nicht geklappt hat. Wir haben dann noch viele verschieden Methoden, wie z.B. Temperaturmessungen und Bücher mit Terminen, etc. . Leider ist Ines dann lange nicht schwanger geworden. Als es dann endlich wieder geklappt hatte, haben wir das Kind auch sehr schnell wieder verloren. Ich weiß nach, dass wir an dem Abend im Waller Hafen auf einem Nena-Konzert waren, als Ines dann merkte dass die Regel wieder einsetzte.
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Wir haben es dann noch einmal mit künstlicher Befruchtung versucht, aber auch das hat nicht funktioniert (die Details, wie Samentest und Ornanieren lasse ich jetzt mal aus).
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Danach haben wir dann beschlossen, dass wir wohl kinderlos bleiben werden. Es kam dann natürlich doch anders.
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### Walle
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Ich wusste damals gar nicht, dass Ines mit meinem Freund Björn über die Liebe gesprochen hatte und Björn wohl so sinnbildlich meinte, wenn man nicht zusammen wohnt, liebt man sich wohl nicht richtig. Das muss so um 2010 rum gewesen sein. Eigentlich ging es uns total gut. Ines hatte ihre eigene Wohnung und ich wohnte in Walle in meinem Haus und wir haben uns in der Woche und am Wochenende immer *gedatet* und das hat auch viel Spaß gemacht. Aber nachdem sie mit Björn über dieses Thema gesprochen hatte, haben wir über das Zusammenziehen nachgedacht. Irgendwie war mir auch nicht ganz wohl damit, weil ich noch nie mit einer Partnerin zusammen gewohnt habe und auch Ines hatte nicht so den Drang nach Walle zu ziehen, weil es ihrer Meinung nach zu weit weg vom Zentrum war. Und in der Tat genoss Walle nicht den besten Ruf.
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Wir haben uns dann im Sommer 2010 dazu entschieden, dass Ines zuerst *auf Probe* bei mir einzieht. Es war eine tolle Zeit und sie lebte wirklich zusammen mit mir in einem Haus.
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Ich kann mich noch an einen Abend erinnern, so gegen Mitternacht, als Ines meinte, sie würde gerne noch was essen gehen und ich sagte, einen Moment noch, ich möchte die Sendung im Fernsehn noch zuende schauen. Ines war sich sicher, dass dann kein Laden mehr auf hatte, aber es war kein Problem. Wir sind dann an die Ecke Elisabethstrasse, Waller Heerstrasse zu einem Türken gegangen, der auch um eins noch auf hatte und haben uns dort was zu essen bestellt. Zuerst waren wir die einzigen, aber dann wurde der Laden, der erst relativ neu aufgemacht hatte, schnell voll und wir sind da auch mit Leuten ins Gespräch gekommen. Es hat viel Spaß gemacht …
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Kurze Zeit später waren wir auf der Breminale und Ines wollte danach noch Wasser einkaufen gehen, da ihr eingefallen ist, dass wir keins mehr im Hause hatten. Nach der Breminale sind wir denn in Walle zu einem Kiosk gegangen (mitten in der Nacht) und dort haben wir noch was zu trinken bekommen, sind auch mit den Leuten ins Gespräch gekommen und sie haben uns dann sogar noch selbst gepflückte Johannisbeeren mitgegeben. Es war total nett. Es war irgendwie vergleichbar mit Urlaub im Süden. Wir sind viel mit den Leuten in Kontakt gekommen. Viele saßen in den Hauseingängen, die Kneipen und Restaurants waren toll und Walle war zum Glück bei weitem nicht so hipp wie das Viertel oder die Neustadt. Ines hat es dann doch sehr gefallen und sie ist dann wirklich in Walle in das Haus eingezogen …
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### Der Umbau
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Im Winter 2010-2011 war dann klar, das Ines bei mir in Walle einziehen wollte. Allerdings musste aus der Studentenwohnung ein echtes Heim werden. Wir haben dann zusammen Farben ausgesucht, Ines hatte eine Möbeltischlerei beauftragt und wir haben gemeinsam in langen Sessions das Haus dann so umgebaut, dass wir beide darin leben wollten. Das beste war ein neues Bett. Ich hab, glaube ich noch nie 3000€ für ein Bett ausgegeben, aber es hat sich gelohnt.
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Anfang 2011 war dann alles fertig und wir sind dann offiziell zusammen gezogen.
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### Die Hochzeit
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Eigentlich hatte ich nie vor zu heiraten. Ich war eigentlich immer der Meinung, dass die Liebe keine staatliche Verbindung benötigt. Da wir beide aber Kinderwunsch hatten und diesen auch in der Kinderwunsch-Klinik umsetzen wollten, mussten wir heiraten, um dann die Behandlungen von der Krankenkasse bezahlen zu lassen. OK, sehr romantisch, gebe ich zu. Ich hab Ines dann beim Bäcker Haferkamp in Walle gefragt, ob wir heiraten wollten. Sie hat dann auch tatsächlich sofort ja gesagt und schon waren wir verlobt.
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Eigentlich wollte ich die Hochzeit gerne einfach nur zu zweit feiern, aber Ines meinte zu recht, meine Mutter reißt mir den Kopf ab, wenn wir die Familien nicht zur Hochzeit einladen.
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Also haben wir uns den 15.07.2011 (Ihr könnt ja mal raten, warum) als Hochzeitstag ausgesucht und sind damit dann zum Standesamt.
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Als wir danach mal bei meinen Eltern waren, haben wir ihnen und Tante Hildegart da eine Einladung zur Hochzeit überreicht. Hildegart fing dann gleich an zu weinen und meinte, ob wir wüssten, was das für ein Datum ist. In der Tat war ich darauf nicht vorbereitet. Es war das Hochzeitsdatum meiner Oma Olinde (väterlicherseits), die am 15.07.1944 geheirtatet hatte. Zufälle gibt es …
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Wir haben dann auch tatsächlich am 15.07.2011 geheiratet. Wir haben einen tollen Tag mit der Familie auf dem Standesamt und in der Feuerwache verbracht und dann waren wir zwei verheiratet. Es wurde auch lange zur Tradition, dass ich Ines jedes Jahr einen Straus Rosen aus dem Laden nebenan zum Hochzeitstag besorgt habe. Das ging so lange gut, bis der Laden leider geschlossen wurde (ich hab wohl zu wenig Blumen gekauft).
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### Der Rhodos Urlaub
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Einen wunderschönen Urlaub hatten Ines und ich im Sommer 2012 auf Rhodos. Viele Details des Urlaubes hab ich leider schon vergessen, aber ein Event ist mir im Gedächnis geblieben:
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Wir sind eines Tages, das Wetter war nicht zu gut, einen Hügel zu seiner Kapelle am Strand hochgeklettert. Auf halben Wege haben wir dann festgestellt, dass diese Kapelle auch einfach über die Strase erreichbar wr, aber wir sind den Berg zu Fuss hoch. Oben angekommen hatten wir einen wunderbaren Blick auf das Mittelmeer.
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In der Kapelle stand ein Schild, welches erklärte, dass die Frauen auf Rhodos in diese Kapelle pilgerten, wenn sie schwanger werden wollten. Sollten sie nach dem Besuch ein Kind bekommen, sollte es den Namen des Klosters tragen. Tsambika bei einem Mädchen und Tsambiko bei einem Jungen. Es klingt nach einer schönen Geschichte und auf der Insel heißen auch einige Menschen so. Aber geglaubt haben wir dass nicht.
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Nach dem Urlaub war Ines wirklich schwanger und das Kind hat durchgehalten…
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### Hannes
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### Mia
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# How I maybe lost your Mother
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## Die Story von Thomas
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### Der Umzug nach Achim
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### Die ersten Jahre in Achim
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### Hannes und die Vorschule
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### Hannes und die Grundschule
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### Mia und die Tobias Schule
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### 2023
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### 2024
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### Jetzt
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[^1]: Alfred Hitchcock
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[^2]: Wann kann man(n) mit sowas schon mal angeben...
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[^3]: Entspricht gar nicht meinem Naturell. Eigentlich bin ich viel zu schüchtern. Auch wenn mir das keiner glaubt.
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[^4]: Es hat sich dann später raus gestellt, das Ines zwar noch mit ihrem Freund zusammen wohnte, dieses aber ihr Exfreund war. Sie hatten sich schon vor einiger Zeit als Paar getrennt. Nur um klar zu stellen: niemand hat jemanden betrogen oder ist Fremd gegangen.
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[^5]: Ein Gefühl, welches sich auch heute immer mal wieder einstellt, wenn ich an diesen Tag zurückdenke...
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[^6]: Eine Kneipe, die ich heute, wo ich in Achim wohne, wirklich vermisse. In keiner anderen Kneipe habe ich mich jemals wieder so zuhause und gut gefühlt, wie da.
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