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aus [[LT0043_metzger2024_Meine Grenzen und ich]]
Grenzen zu setzen, denn an
der Oberfläche sind da nur Konflikte mit anderen, Vermeidung, negative
Gedanken und wenig Energie. Eine Stufe darunter rumoren Schuldgefühle
und ein seltsames Unbehagen
„Grenzen“, so erklärt Nedra Glover Tawwab in ihrem Buch,
„sind Erwartungen und Bedürfnisse, die Ihnen helfen, sich sicher und
wohl in Beziehungen zu fühlen.“ Anders gesagt: Grenzen sind kein
Selbstzweck. Sie helfen uns, gute Beziehungen zu führen. „Andere
Menschen wissen nicht, was Sie wollen“, erklärt Glover Tawwab. „Es ist
Ihre Aufgabe, das klarzustellen. Klarheit rettet Beziehungen.“
Mein früheres Selbst hatte ein
erstklassiges Gespür für die Wünsche der anderen, aber kein gutes Gespür
für seine eigene Bedürftigkeit. Und wenn doch, dann war da diese
Harmoniesucht, diese Scheu, meine Bedürfnisse anzusprechen und
womöglich in einen Konflikt zu geraten.
Wir Menschen scheinen in unseren Köpfen generell ein
negativ verzerrtes Bild von Konfliktgesprächen zu zeichnen. Wir erwarten
Schlimmes und sind dann immer wieder überrascht, wie glimpflich und
konstruktiv solche Unterhaltungen ausgehen. Das, so schreiben die beiden
Psychologen, „hält Menschen davon ab, Themen anzusprechen, die ihre
Beziehungen stärken würden“
Damals entdeckte man in den USA, dass viele depressive Patientinnen und
Patienten kaum dazu fähig waren, für ihre Sache einzustehen. Sie
kommunizierten nicht, was sie wollten, und hatten deshalb das Gefühl,
von anderen ausgenutzt und übervorteilt zu werden.
„Jeder kann lernen, sich besser
persönlich auszudrücken“, schreiben die Psychotherapeuten Robert
Alberti und Michael Emmons in ihrem Klassiker Your Perfect Right, einer
Art Bibel des Selbstbehauptungstrainings aus dem Jahr 1970, die
inzwischen in der zehnten Auflage erschienen ist. (Querbezug Sprache und Kommunikation)
Ängste abzubauen:
1. Die Kritik- und Fehlschlagangst: Ich sterbe nicht, wenn andere mich
kritisieren oder ich einen Fehler gemacht habe.
2. Die Kontaktangst: Ich lerne, mit anderen ins Gespräch zu kommen
und in diesem Gespräch zu bleiben. Nach dem Motto: Menschen
beißen nicht.
3. Ablehnungsangst, wenn ich eigene Bedürfnisse formuliere: Ich darf
berechtigte Forderungen stellen, die Welt wird besser darauf
reagieren, als ich glaube.
4. Ablehnungsangst, wenn ich mich abgrenze: Ich darf und kann andere
gelassen und fair kritisieren. Sie werden ein Nein viel besser
akzeptieren, als ich bisher befürchtet habe.
Die vier Schritte der gewaltfreien Kommunikation lesen sich wie ein
Grundkurs im Grenzensetzen oder eine Formel für mehr
Selbstbehauptung:
I. Ich schildere möglichst wertfrei meine Beobachtung dessen, was
passiert ist. („Jetzt ist es fast halb sieben, da endet meine Arbeitszeit“)
II. Ich sage, wie ich mich damit fühle. („Ich bin enttäuscht, dass Sie mir
so wenig Zeit lassen“)
III. Ich formuliere mein Bedürfnis. („Ich möchte so gut und sorgfältig wie
möglich arbeiten und brauche meine Erholung“)
IV. Ich äußere eine Bitte. („Ich möchte Sie bitten, mir ausreichend
Vorlauf für meine Aufgaben zu geben“)
Ich-Botschaften zu verwenden. Letzteres geschah und geschieht nicht
ohne Grund: Gegen den Satz „Ich bin enttäuscht“ gibt es kein sinnvolles
Gegenargument. Er formuliert keinen Vorwurf, sondern markiert die
eigene Grenze. So geht Selbstbehauptung.
Noch zu bearbeiten!

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Marcus Asano
# Herzensbeziehung
## Inneres Kind am Steuer bei (Muster)
1. Streit
2. Fehlende Grenzsetzung
3. Klammern / Eifersucht / Kontrolle
4. Gefühlsüberflutung
5. Unausgesprochene Erwartungen
6. Beleidigt zurückziehen (nicht aussprechen / lass es den anderen spüren)
7. fühlt sich nicht gut genug, nicht liebenswert
8. Verlassenheitswunde
9. Bindungsangst (sehnen nach Bindung aber es wird schnell zu eng)
-- Was triggert mich (TS) insbesondere:
2 (grenzen) behindert meine Beziehungen am meisten
7 (nicht gut genug)
8 (Verlassenheitswunde)
- Kleine Auslöser werden zu größen Dramen
- Wir leben aneinander vorbei - zusammen und doch alleine
- Leichtigkeit und Anziehung geht vorloren
#### Grenzen setzen und inneres Kind:
Wir können heute keine Grenzen setzen, da wir als Kind ggf. dafür in irgendeiner Form bestraft wurden, wenn wir unsere Gefühle ausgedrückt haben.
#### Zurückziehen und inneres Kind:
Wir haben als Kind keine Besseren Strategien gelernt, mit Problemen umzugehen.
Verlassenheit und Bindungsangst und inneres Kind:
Wir haben als Kind verlassenheit erlebt (ich z.B. hatte mit 6 Monaten Leistenbruch und musste ins Krankenhaus und meine Eltern durften mich nicht immer besuchen -> ich war alleine)
#### Nicht gut genug und inneres Kind:
Es wurde mir als Kind immer vermittelt, ich sei nicht ausreichend, nicht liebenswert, nicht gut genug
## Themen:
### Der größte Fehler
- Der Gedanke: Der Andere ist das Problem! Das ist der Fehler
- Inneres Kind: Ich bin das Opfer und ich muss mich verteidigen
- Schuldprojektion als Schutzmechanismus des inneren Kindes
- Wir halten das Leiden damit aufrecht. Als Erwachsene sind wir in der Regel beide betroffen
- Beziehungen sind ein Zusammenspiel
- Du kannst Deine Beziehungen Ändern, indem Du etwas anderes hinein gibst
- Wen Du anziehst:
* Wiederholungszwang: Wir reinzinieren in unseren Beziehungen unsere Kindheitstrauma wieder (Freud)
* Frühe traumatische Erfahrungen werden in unseren Beziehungen immer wieder reinziniert.
* Dein Partner sagt was über Dich aus
* Wenn Du ein geheiltes inneres Kind hast, zeihst Du Menschen mit einen geheiltem inneren Kind an.
- Traumata des inneren Kindes (Du findest Menschen anziehend, die entweder die selben inneren Kind Themen haben oder diese ggf. triggern):
* Verlassenheit
* Nicht gesehen werden
* Abwehr
* Kontrolle / Einengung
* Missachtung von Grenzen
- Wenn Du Dein inneres Kind nicht heilst, kannst Du keine gesunde Beziehung führen
- Nur die intensive Beschäftigung mit dem Innern Kind bringt Dich weiter
- "Erwachsene Körper mit inneren Kindern, die sich beide das Leben schwer machen (wir ziehen immer Menschen mit entsprechenden inneren Kindern an und triggern uns gegenseitig)"
- Beide glauben, sie sind im Recht
- Beide glauben, sie sind das Opfer des anderen
- Beide müssen sich verteidigen
### Der Magische Schlüssel
#### Was geben wir in eine Beziehung?
- Gefühle
- Unsere Gefühle bestimmen unsere Handlungen und unsere Sprache/Worte
- Gefühle kommen meistens nicht aus der aktuellen Situation
- Gefühle kommen meistens aus dem inneren Kind
- Handlungen
- Worte
### Das inner Kind heilen
Du heilst Dein inneres Kind damit, was es damals nicht bekommen hat. Im Wesentlichen sind das Liebe, Sicherheit und Mitgefühl. Der Schlüssel liegt im Fühlen und nicht im Denken.
## Randnotiz:
Hier widersprechen sich Asano und Robbins. Ansano meint, wir müssen die alten Gefühle noch einmal durchleben um sie dann abschließend zu transformieren. Robbins hingegen hält es für sinnvoller, sich gleich die "richtigen" Gefühle/Mindsets zu verinnerlichen, um positive Ergebnisse zu erlangen.